waten


waten
waten Vsw (früher Vst.) std. (11. Jh.), mhd. waten, ahd. watan, mndd. waden, mndl. waden Stammwort. Aus g. * wad-a- Vst. "waten", auch in anord. vađa, ae. wadan, afr. wōd (Prät. Sg.). Das Wort hat keine sichere Vergleichsmöglichkeit. Zwar entspricht genau l. vadum "Furt" und (möglicherweise mit Dehnstufe) l. vādere "gehen, vorwärtsschreiten", doch kann dies mit Wörtern anderer indogermanischer Sprachen verglichen werden, die auf anlautendes gw- weisen (das für das Germanische ausgeschlossen ist), vgl. ai. gādhá- "Furt".
   Ebenso nndl. waden, ne. wade, nschw. vada, nisl. vađa; Invasion, Vademekum, Watt1.
Seebold (1970), 530f. west- und nordgermanisch gwn.

Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache. 2013.

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  • waten — waten: Das altgerm. Verb mhd. waten »gehen«, ahd. watan »gehen«, niederl. waden »waten«, engl. to wade »waten«, schwed. vada »waten« ist verwandt mit lat. vadere »gehen, schreiten« (s. das Fremdwort ↑ Invasion), vadum »Furt«. Eine Bildung zu… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Waten — Waten, verb. regul. neutr. welches das Hülfswort seyn erfordert, im Wasser gehen. Der Fluß ist so seicht, daß man durch denselben waten kann. Sieh, der Bock dort wadet (watet) in dem Sumpfe, Geßn. Ingleichen figürlich: wenn die Schafe und die… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Waten — Waten, bei Wasserrädern, das Eintauchen des Rades in das Unterwasser, wenn letzteres entweder wegen eines zu geringen Gefälles im Abführungsgraben zu langsam abstießt od. wenn das Wasser des Flusses, in welchen der Abführungsgraben mündet, zu… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • waten — wa|ten [ va:tn̩], watete, gewatet <itr.; ist: im Wasser oder auf nachgiebigem Untergrund einsinkend langsam gehen: am Ufer waten; durch den Bach, Schlamm waten; wir sind bis an die Knöchel im Schmutz gewatet. Syn.: ↑ stapfen. Zus.: durchwaten …   Universal-Lexikon

  • Waten — 1. Ehe man nicht gewatet, kann man nicht wissen, wie tief das Wasser ist. 2. Man muss erst waten, ehe man schwimmen kann. – Bresl. Zeitung, 1865, Nr. 315, S. 1850. *3. Er hat zu waten. Muss sich sehr plagen. *4. Er kan weder waten noch schwimmen …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • waten — durchwaten, stapfen, stelzen, tappen; (ugs.): staksen, tapsen; (nordd.): staken. * * * waten:⇨trotten watentrotten,stapfen,schlürfen;ugs.:staken,tigern,zockeln,zuckeln,watscheln …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Wäten — Ên ward nich ehr wäten, bitt he is half släten. – Weserzeitung, 4057. Verstand kommt nicht vor Jahren. Man wird nicht eher klug, bis das Leben halb dahin ist …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • waten — wate …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • Waten — /ˈwɒtn/ (say wotn) noun Judah Leon, 1911–85, Australian writer of novels, short stories and history, and communist activist born in Russia; wrote the short story collection Alien Son (1952) …   Australian English dictionary

  • waten — wa|ten ; gewatet …   Die deutsche Rechtschreibung